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Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918–1923

revo_lution_cover.jpgBuchvorstellung von und mit Bernd Langer

Dienstag, 20. April 2010 um 19.30 Uhr

Was ist Antifaschismus, woher kamen entscheidende Anstöße für die  linke Bewegung?

Um diesen Fragen näher zu kommen, geht das Buch „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918-1923“ auf die politische und gesellschaftliche Zäsur ein, die mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verbunden ist. Fern ideologisierender Darstellung wird die  Entwicklung des Widerstandes gegen den Krieg beschrieben, der sich  durch die wirtschaftliche Notlage zu sozialem Massenprotest steigert.  So kann die Befehlsverweigerung von Matrosen der Hochseeflotte zum  spontanen Anstoß für eine Revolution werden.

Geschichtsinterpretationen im Dienste von Systemen und Parteien sehen  in den Ereignissen logische Wegbereiter für spätere Erscheinungen.  Postum wird Legendenbildung betrieben oder gar der Beginn des  Hitlerregimes in diese Zeit vorverlegt. Doch es gilt zu verstehen,  dass die Menschen ihr Schicksal selbst gestalten, nichts ist im  Voraus festgelegt und unausweichlich.

kapp.jpgEs ist falsch, das, was damals begann, auf ein totes Beweisstück für  die Gegenwart zu reduzieren. Trotz vieler Unterschiede korrespondiert  die Geschichte von 1918/23 mit der Gegenwart. Mit ihr verbindet sich ein entscheidender politischer Aufbruch in Deutschland, es werden  Marksteine für die parlamentarische Demokratie gesetzt und die  Linksradikalen weisen mit ihren Utopien über den Kapitalismus hinaus.  Nicht zuletzt haben Faschismus und Antifaschismus hier ihren  Ursprung. Insofern behält die Vergangenheit Gültigkeit sowie  identitätsstiftende und inspirierende Wirkung.

Eine Veranstaltung von DKP Siegen und VEB Politik, Kunst und Unterhaltung