Plenum, immer am 2. Sonntag im Monat, 18 Uhr

Der „Ideologiekritische Stammtisch“

Mittwoch, 28.02.2018 ab 19 Uhr

Thema dieses Abends soll „Das Finanzkapital“ sein.

Was aber ist „Finanzkapital“ überhaupt? Viele Mythen, Legenden und gefährliches Halbwissen scheinen den Begriff allein schon zu umkreisen, häufig ist er Gegenstand von Formen der Kapitalismuskritik die kaum noch auf materialistischer Basis zu beruhen scheinen und zu oft die Grenzen zur Verschwörungstheorie überschreiten.

Können Banken Geld machen? Welche Funktion erfüllen denn „Finanz und Kredit“ innerhalb kapitalistischer Produktionsverhältnisse?

Tatsächlich kennen weder Karl Marx noch Friedrich Engels ein „Finanzkapital“, der Begriff geht vielmehr auf den Austromarxisten Rudolf Hilferding zurück, der fast 30 Jahre nach Marx‘ Tod seine These zum Finanzkapital in einem gleichnamigen Buch veröffentlichte.

Bei Marx gab es lediglich das sogenannte „Geldkapital“ von dem das „Zinskapital“ und „Bankkapital“ nur spezielle Erscheinungsformen darstellen. Aber hat sich das Verhältnis von Geldkapital zu Industriekapital, öffentlicher zu privater Finanzwirtschaft seit den Zeiten von Marx & Engels tatsächlich so grundsätzlich verändert und muss die „Kritik der politischen Ökonomie“ an dieser Stelle dringend aktualisiert werden?

Ohne eine Beschäftigung mit dem Problem was Geldkapital , was Zins und letztendlich was „Wert“ überhaupt darstellen werden sich diese Fragen vermutlich nicht zufriedenstellend klären lassen…

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